Achtung: Dieser Beitrag enthält mögliche Spoiler zum Film The Da Vinci Code und der Serie The Summer I Turned Pretty. Falls du sie also noch sehen möchtest, solltest du einige Stellen lieber auslassen.
Stadt der Liebe, Sehenswürdigkeiten wohin man schaut und eine tolle Architektur. Es gibt viele Gründe, weshalb Paris ein Ort ist, an dem viele Geschichten spielen und die atemberaubendsten Drehorte für so manche Film oder Serien zu finden sind. Nicht verwunderlich ist es also, dass man bei einer Tour durch die Stadt von einem Drehort zum nächsten stolpert und es manchmal vielleicht gar nicht mitbekommt.

Als ich dieses Jahr im Frühjahr nach Paris gefahren bin, hatte auch ich ein bis zwei Orte auf der Liste, die ich mir gerne anschauen wollte. Schon oft fand ich mich in Gedanken in dieser Stadt wieder und wollte endlich auch einmal sehen, wo meine liebsten Filme und Serien spielen. Beginnend mit einer sehr bekannten Sehenswürdigkeit und einer berühmten Geschichte muss man natürlich über die beeindruckende Kathedrale Notre Dame sprechen. Nicht erst Disney machte Quasimodo berühmt, sondern Victor Hugo hat bereits 1831 mit Der Glöckner von Notre Dame eine Geschichte erschaffen, die mittlerweile fast jeder Person bekannt sein sollte. Auch am Tag meines Besuches tummelten sich ähnlich viele Menschen vor der Kirche wie in der Eröffnungsszene des Buches. Natürlich in moderner Kleidung und mit einem anderen Flair, aber spannend ist es trotzdem, sich vorzustellen, welche Geschichte sich hier im 15. Jahrhundert abspielte.

Einmal über die Seine und schon kann man sich ein weiteres Gebäude anschauen, das die Inspiration für einen ebenfalls ikonischen, wenn auch etwas weniger ernsten Film gewesen sein soll. Das Sternerestaurant La Tour d‘Argent ähnelt einem Restaurant, das wir alle aus dem Disney-Klassiker rund um eine kleine Ratte kennen, die die pariser Gastroszene aufmischt. In der obersten Etage kann man sich die feinen Gerichte schmecken lassen und sich gleichzeitig vorstellen, wie Remy und Linguini aus Ratatouille in der Küche mit ihrer eigenwilligen Methode die französischen Klassiker zubereiteten. Ansonsten ist das Gebäude recht unscheinbar und man erkennt nur, dass es hier wirklich gutes Essen gibt, weil wichtig aussehende Personen mit einem Taxi abgeholt werden.
Doch nicht nur Disney-Filme spielen in Paris. Neben Die fabelhafte Welt der Amélie und Midnight in Paris gibt es auch andere Hollywood-Blockbuster, deren Figuren auf den Wegen der Millionenmetropole wandeln. Allen voran wahrscheinlich ein Film, der mich schon seit meiner frühen Jugend begleitet und Tom Hanks zu einem meiner liebsten Schauspieler machte. Die Rede ist von The Da Vinci Code – Sakrileg, bei dem wieder Audrey Tautou in einer weiteren Hauptrolle fungiert. Eine der bekanntesten Szenen des Films ist die Endszene – Achtung Spoiler! – bei der Robert Langdon ein Licht aufgeht und er auf der Suche nach dem heiligen Gral den Schlussstein schließlich am Louvre findet. Um der heiligen Maria die Ehre zu erweisen, macht er einen Kniefall auf der umgedrehten Pyramide, die in den Keller des Louvres führen soll. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Schlussstein wirklich gefunden habe, aber durch den Louvre zu gehen und sich dabei zu fragen, was wohl im Keller vor sich geht, hat auf jeden Fall auch etwas für sich.

Etwas weniger ikonisch, aber dennoch popkulturell relevant dürften wohl die Serien The Summer I Turned Pretty und Emily in Paris sein, die auf diversen Streamingplattformen zu sehen sind. In der dritten Staffel der sicherlich toxischen Dreiecksbeziehungsgeschichte um Belly Conklin und die beiden Fisher-Brüder zieht Belly nach Paris und wird dort von Conrad besucht. Ihre Wohnung, der Louvre und andere Aussichtspunkte sind bereits vielfach in den Sozialen Medien zu finden und werden häufig dazu genutzt, Filmszenen nachzustellen. Aber auch die Serie Emily in Paris wird sogar in Stadtführungen erwähnt, was ich durch Zufall mitbekomme, als ich an einer Gruppe Tourist*innen vorbeigehe.

Das bekannte Restaurant von Emilys Love Interest Gabriel und ihre Wohnung liegen wie in der Serie in unmittelbarer Umgebung voneinander und durch einen Zufall stolpere ich ebenfalls an der Agence Grateau, der Marketingagentur, in der Emily arbeitet, vorbei.Reisen mit einem bestimmten Thema ist eine Sache, die ich mir ab jetzt öfter vorstellen könnte. Die Orte zu sehen, an denen für mich wichtige Filme gedreht wurden oder Bücher spielen, hat einen gewissen Zauber inne, der sich nicht ganz beschreiben lässt. Es fühlt sich fast an, als wäre man ein Teil der Geschichte, die sich sowieso schon einen Platz im Herzen ergattert hat.
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